Ingrid Remmers ist Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Verkehr

Ruhrmetropole darf den Anschluss nicht verlieren

Mit dem neuen Deutschland-Takt will die Deutsche Bahn ihr Angebot verbessern und effizienter gestalten. Ziel ist es, über ausgewählte Knotenpunkte die Fahrzeiten zu verkürzen. Die aktuellen Pläne für die Verbindung Berlin Ruhrgebiet versprechen eine Fahrtzeitverkürzung

und eine höhere Fahrgastkapazität. Doch der Preis dafür ist eine Entkopplung der Ruhrgebietsstädte, die in Zukunft nicht mehr stündlich angefahren werden sollen.

 

Ingrid Remmers verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:

 

„Die Pläne der Bahn, die Fahrgastkapazitäten zu erhöhen und gleichzeitig eine bessere Taktung im gesamten Schienenpersonenverkehr zu erzielen, ist begrüßenswert. Doch der Preis, den die Ruhrmetropole dafür zahlen soll, ist nicht tolerierbar. Stehen und sitzen in den Fluren des ICEs Richtung Berlin sind mittlerweile zum Regelfall geworden, da die Sitzplatzmöglichkeiten in der Bahn so gut wie immer ausgereizt sind.

Die Nahverkehrsverbindungen im Ruhrgebiet platzen aus allen Nähten. Wenn jetzt auch noch Menschen, die eigentlich im Fernverkehrszug sitzen, den Nahverkehr nutzen, droht ein Verkehrskollaps im Ruhrgebiet. Was das Ruhrgebiet braucht ist ein verlässliches Verkehrskonzept, das das Ruhrgebiet mit dem Rest der Republik verbindet und nicht isoliert.“

 

Darius Dunker, verkehrspolitischer Sprecher der nordrhein-westfälischen Linkspartei, erklärt:

 

“Es ist durchaus plausibel, die zeitraubende Kopplung zweier ICEs in Hamm aufzugeben, die auch immer wieder Fahrgäste aus Richtung Berlin verwirrt. Und wir begrüßen es sehr, wenn endlich auch hier die ICEs der vierten Generation mit beispielsweise erheblich verbessertem Platzangebot für Rollstuhlfahrende zum Einsatz kommen. Wenn aber Bochum, Essen, Duisburg und Düsseldorf tatsächlich nur noch alle zwei Stunden auf der ICE-Linie 10 bedient werden sollen, wird das von vielen klar als Verschlechterung empfunden werden, auch wenn der Zug, der halb so oft fährt, dann etwas mehr als doppelt so viele Plätze haben wird.”

 

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