Ingrid Remmers ist Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Verkehr

Ingrid Remmers – Voller Einsatz für Gelsenkirchen

WAZ, 24.11.2012, Inge Ansahl

Ingrid Remmers hat angedockt: Seit einer Woche ist die 47-jährige Direktkandidatin der Gelsenkirchener Linke auch Mitglied des Kreisverbandes. Logische Konsequenz einer nachdenklichen Politikerin und ein-Kind-Mutter, die sich eingestehen musste, gleichzeitig einfach zu viel gemacht zu haben.

Engagement hin, Engagement her, im Sommer reifte die Idee, arbeitstechnisch abzuspecken. Also konzentriert sich Ingrid Remmers auf Gelsenkirchen, „ihren“ neuen Kreisverband, in dem sie schon seit Beginn ihrer ersten Bundestagsperiode regelmäßig Bürgersprechstunden anbietet – und natürlich auf ihren politischen Einsatz in Berlin.

„Eigentlich ist Arbeits- und Sozialpolitik mein Themenfeld.“ Eigentlich … Remmers schmunzelt. Auf dem Feld tummeln sich viele ihrer linken Parteikollegen. Ergo entschloss sich die gelernte Bürokauffrau, studierte Sozialwissenschaftlerin und Kennerin der arbeitsmarktpolitischen Szene nach ihrem ersten Einzug in den Bundestag: „Ich bin freiwillig in den Petitionsausschuss gegangen. Was übrigens ein ungeheuer spannender Ausschuss ist“, sagt die Obfrau desselben. „Es erreichen uns jährlich tausende Eingaben von Bürgern mit Vorschlägen, Forderungen, Ideen und Beschwerden, die wir sortieren und beraten.“ Ingrid Remmers macht allerdings keinen Hehl daraus: „Ich möchte in den Bereich Arbeit und Soziales.“ Nachvollziehbar, wenn man weiß, dass die gebürtige Ibbenbürenerin schon am Fließband eines Opelzulieferers stand und später, mit Studienabschluss in der Tasche, die Bereiche Qualifizierung und Integration beackert hat.

Zurzeit ist Remmers unter anderem auch Mitglied der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik der linken Bundestagsfraktion sowie Sprecherin ihrer Landesgruppe. „Außerdem mische ich in der Arbeitsgemeinschaft Plan B mit, die Zukunftsvisionen für einen sozial-ökologischen Umbau entwickelt.“

Für die Verbesserung der Lebensverhältnisse

Mit Blick auf ihren Wahlkreis sagt die Linke-Politikerin: „Gelsenkirchen ist als überschuldete Ruhrgebietsstadt mit hohen Arbeitslosenzahlen von der neoliberalen Politik besonders schmerzhaft betroffen und benötigt dringend ein starkes linkes Korrektiv.“ Remmers will sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse einsetzen. Auf Bundesebene plädiert sie für eine vom Bund zentral kassierte Vermögenssteuer. Wegen der gerechten Verteilung. „Links wirkt“, ist sich Ingrid Remmers sicher. Ihr neuer Kreisverband um Ayten Kaplan und Bianca Thiele will davon profitieren – und bei der Kommunalwahl 2014 neu Fahrt aufnehmen.

Previous Post